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Was ist Supported Employment?

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Kontaktadresse

Supported Employment Schweiz

c/o IG Arbeit
Unterlachenstrasse 9
6002 Luzern

Telefon +41 (0)41 369 68 76
 

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Inhalt

In einer sehr offen gehaltenen Formulierung definieren supported employment schweiz und die Europäische Vereinigung für Supported Employment (EUSE) Supported Employment als

Unterstützung von Menschen mit Behinderungen oder von anderen benachteiligten Gruppen beim Erlangen und Erhalten von bezahlter Arbeit in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes.

Damit sind vier wesentliche Charakteristika von Supported Employment festgehalten:

  • Es geht darum, (leistungsentsprechend) bezahlte Arbeit
  • auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (und nicht in besonderen Einrichtungen) zu finden;
  • neben dem Erlangen von Arbeit wird Nachhaltigkeit nach der Vermittlung (z.B. durch weitergehendes Coaching) angestrebt, und
  • Supported Employment bezieht sich auf den ganzen Prozess vom Erlangen bis zum Erhalten einer Arbeitsstelle.

Supported Employment ist ein differenziert ausgearbeiteter, wertegeleiteter Ansatz, der einerseits von den individuellen Fähigkeiten und jeweiligen Bedürfnissen der stellensuchenden Person ausgeht, und andererseits die aktive Zusammenarbeit mit den Arbeitgebenden ins Zentrum stellt.

Das Konzept wurde ursprünglich in den USA ausgearbeitet. Gleichzeitig entstanden in der Schweiz – wie auch in andern europäischen Ländern – seit den 90er Jahren vergleichbare Projekte.

Das Modell wurde entwickelt, um Menschen mit schweren Behinderungen, die vorher keinen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt hatten, diesen Zugang zu ermöglichen. In den meisten Ländern richteten sich die Programme an Menschen mit Lern- und ‚geistigen’ Behinderungen. In der Schweiz standen ursprünglich Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen im Zentrum. Soziale Inklusion, Nichtdiskriminierung und Individualisierung sind darum zentrale Werte, die dem Modell zugrunde liegen.

In der Schweiz und in anderen Ländern wird das Modell des ‚Job Coaching’ zunehmend auch für andere Zielgruppen übernommen, z.B. zur Reintegration von Menschen nach Unfall oder schwerer Krankheit, von Langzeitarbeitslosen oder von Menschen, die über lange Zeit von Sozialhilfe abhängig sind. Damit verbunden sind unterschiedliche Voraussetzungen, unterschiedliche Auftraggeber und Ziele. Dies führt zu unterschiedlichen Modellen und Varianten im methodischen Vorgehen.

Mehr dazu unter Modell und Umsetzung